Malen nach einer Traumreise
Mai 8, 2008
Maltag bei Evelin – Malen nach einer Traumreise
19.04.2008 – Der Nachmittag
Der Nachmittag steht im Zeichen des Malens nach einer Traumreise
Gegen 15.00 Uhr sind alle Teilnehmerinnen und Evelin wieder im Malraum. Evelin ist es sehr wichtig alle darüber zu unterrichten, dass hier niemand etwas muss oder soll, aber fast alles kann, wenn er möchte. Jeder von uns kann sich entscheiden, ob er sich auf eine Traumreise begeben möchte oder ob er an den schon vorhandenen Bildern weiter arbeitet oder ohne Traumreise ein neues Bild beginnt. Auch wer mit in ihren gemütlichen Entspannungsraum (alles in Orange gehalten – einfach wunderbar warm und gemütlich) im Kellerraum kommt, kann immer einfach aufstehen und zurück in den Malraum gehen, eben die Entspannungsübung oder die Traumreise abbrechen. Wer die Traumreise beginnt, muss sich zu nichts verpflichtet fühlen. Seine Gedanken können einfach spazieren gehen und gesprochenes ausblenden oder die Teilnehmerin kann ein kleines Nickerchen halten – jeder wie er möchte eben. Nehmt Euch alle Freiheit!
Alle Teilnehmerinnen gehen mit. Wir machen es uns auf Unterlagen mit Kissen gemütlich, legen die Beine auf den Sitzsack und decken uns zu. Nachdem alle eine sehr bequeme Liegestellung gefunden haben, beginnt Evelin mit der Entspannung: Die Arme liegen ganz entspannt ……. usw., das kennt ja fast jeder, oder?
Dieses Mal kann ich mich sehr gut entspannen. Schöne Bilder habe ich bereits gemalt, kein innerer (Arbeits-)Drang stört mich mehr. Die Traumreise beginnt und auch hierauf lasse ich mich heute gerne ein. Ich sehe in meinem persönlichen Raum Farben und Formen. Da möchte Evelin, dass wir unseren Raum wieder schließen. Ein bisschen sträube ich mich noch, gehe aber dann doch hinaus. Langsam finden wir alle wieder in die Wirklichkeit zurück, gehen nach oben an unseren Malplatz und beginnen mit unseren neuen Bildern oder manche arbeiten auch auf ihren angefangenen Arbeiten weiter.
Mein Bild ist eine liegende rote Blume, ein Blütenblatt am oberen Blattrand und eines über den Stängel des Blumenstils gelegt. Der Hintergrund aquarellig gestaltet. Ich bin mit dem Ergebnis, der Raumaufteilung, irgendwie nicht so glücklich. Evelin merkt das und fragt: Was würdest Du als erstes ändern? Es hilft mir weiter. Die beiden losen Blütenblätter werden mit weißer Farbe übermalt und das Bild zum Trocknen beiseite gestellt.
Ich nehme vom letzten Maltag ein altes Bild (50 x 70 cm) und beginne dort, mir vier Rechtecke mit dem Ölpastellstift ab zu teilen, habe dann aber die Idee, wieder mit der schwarzen Tusche zu arbeiten. Auf Evelins Rat hin setze ich auch größere schwarze Flächen. Plötzlich setze ich neue Formen (eine Art Sonne) – sie stört mich genauso wie die Rechtecke – ich breche ab. Ich überlege, entweder schneide ich Teile (Postkarten heraus) oder trenne etwas vom linken Bildrand ab oder übermale störende Flächen mit weiß. Heute nicht mehr. Irgendwann weiß ich, was ich will und werde es umsetzen. Im Moment finde ich es doch wieder gar nicht so schlecht – es schwankt eben mit meiner Meinung – lach.
Und nun noch einmal zurück an das Traumbild. Ich ergänze die eine Blüte um eine weitere und setze noch drei weiße Blüten mit Stängeln und Blättern dazu. Oh, 18.00 Uhr, es ist Zeit auf zu räumen. Schön war es wieder. Dieses letzte Bild werde ich zu Hause vollenden, einige Schatten setzen, aber sonst nicht mehr all zu viel hinzu setzen.
Tschüss, ihr Lieben, bis zum nächsten Mal, im September zum nächsten Ausdrucksmalen.
Es grüßt Euch – Ute


Hallochen, Ute !
Deine Malberichte sind stets interessant.
LG Dieter.