Nach ungefähr 20 Jahren habe ich dieses Buch wieder in die Hand genommen und noch einmal gelesen. Beim ersten Mal war ich mehr als begeistert. So viele Jahre später hatte ich jedoch viel wieder vergessen und war gespannt, ob die alte Faszination wieder aufkommen würde.

Leider nicht ganz. Es ist immer noch ein sehr gutes Buch. Der Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut, genauso das Thema. Mittelalter, Lebensumstände, Kirche, England, Ritter, das arme Volk und das Leben eben in dieser Zeit interessieren mich einfach sehr. Die Figuren in diesem Buch sind sehr prägnant. Sie nehmen ihr Leben mutig in die eigene Hand, gestalten und lassen sich nicht durch noch so viele Hindernisse beirren. Sie gehen ihren Weg und folgen ihrer Vision. Vieles erleiden und erdulden sie, manchmal brauchen sie einen Anstoß, um auf ihren Weg zurückzufinden.

Ganz besonders gefällt mir, dass die Hauptfiguren eigenverantwortlich und mit viel Fantasie ihr Leben gestalten und verantwortungsbewusst handeln. Was ganz sicher unter den Lebensumständen im Mittelalter noch viel schwieriger war als heute. Oder doch nicht? Auch heute sind Menschen, die sich der Kuhherde nicht anpassen, sehr umstritten und haben mit Vorgesetzten, Neidern oder so genannten Bewahrern zu kämpfen, die ihnen „Knüppel zwischen die Beine werfen“, wo und so oft sie nur können. Es ist und war immer leichter mit der Masse zu schwimmen, als Ideen zu entwickeln und seinen eigenen Weg zu gehen.

Was sind denn nun die Säulen der Erde? Die Kathedrale, die in diesem Buch mühselig gebaut wird? Der Glaube? Oder die Menschen, die mit Mut, Fantasie, Entschlossenheit, Warmherzigkeit und ganz viel Menschlichkeit ihre Wege gehen?

Für mich die Menschen und für Euch?

Es grüßt Euch – Usto

Eine Antwort zu “Die Säulen der Erde – von Ken Follet”

  1. prenzlmaler sagte

    Liebe Ute !

    Ich schließe mich deiner Meinung vorbehaltlos an.

    Nette Grüße zum Sonntag

    von Dieter.

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