Meine neuesten Acrylbilder
September 23, 2008
Nach langer Malpause (April – Ende August) male ich jetzt wieder. Bei dem Bild „Am Fenster“ hörte ich die ganze Zeit die Musik von City (CD Titel: Am Fenster). Es war eine sehr entspannende und doch auch spannende Arbeit. Viel zu sehen gibt es auf dem Bild.
Bildtitel: Am Fenster
Vor kurzem sah ich mir ein Video an. Ölmalerei, wie die alten Meister, mit wunderbaren Spiegelungen, fotorealistisch. Das verführte mich dazu auch einmal so malen zu wollen. Äpfel sollten das Motiv sein. Aber irgendwie komme ich von dem vorgestellten Weg immer ab und etwas ganz eigenes tut sich. Das Bild heißt heute „Sternenhimmel“ und hat weder etwas mit Fotorealismus noch mit Äpfeln zu tun.
Bildtitel: Sternenhimmel
Es grüßt Euch – Usto


Gedanken zum Bild „Am Fenster“ :
Gleich vorweg : Eines der schönsten Bilder, die ich bislang von dir zu sehen bekam !!!
Bei deinen Arbeiten wird man von einer Ecke in die andere geschüttelt. Lapidare Rumpinselei, der man nichts, aber auch gar nichts abgewinnen kann, wechselt sich ab mit niveauvoller Gestaltung und wirklich guter Arbeitsweise. Dein Kommentar zur fotorealistischen Malerei geht ins Leere, da dieses Genre ganz andere Parameter besitzt als von dir angegeben und ich frage mich, warum du so völlig daneben deine Wortarchitektur auf die Menschheit loslässt. Hierbei merkt man, dass dein Hintergrundwissen hinter dem vorletzten Stein auf dem Gemeindefriedhof abgelagert wurde und von da Blüten treibt, die man nur schwer in den Reigen der gewohnten Interpretationen einzuordnen vermag. Vielleicht staunst du in solchen Fällen selbst, was dir wieder deinem Hirn entstiegen ist. Meinen Worten musst du nichts abringen wollen, die von der üblichen Bürde des anheimelnden grellen Honigmondes abweichen und so gar nicht in die schillernde Landschaft des Schönens passen. Das überlasse ich jenen, die blind und inhaltsarm sich bemerkbar machen und darauf hoffen, für jede Attacke auf die Ästhetik lobende Worte zu ergattern.
Das Bild am Fenster erinnert im ersten Augenblick an verschiedene Expressionisten oder gar als abstrahierende Einheit auf Bilder wie „Davos“ von Kirchner. Ohne mich mit dieser Äußerung in einen Vergleich mit Künstlern dieses Kalibers einlassen zu wollen, besitzt dein Bild eine Ausstrahlung, die den wissenden Betrachter fesselt. Schmetternde Striche formen eine abstrakte Landschaft, die sich im Strichgefüge ergänzen und eine harmonische Einheit bilden. Das Ineinanderschachteln von Minimalarchitektur in verschiedene Ebenen, wobei genügend Spielraum zwischen den verschiedenen Elementen gelassen wurde, ist nahezu perfekt ausgeführt. Die Farben, die sich wiederum in Minimalwerten zeigen, bilden ein regelrechtes Feuerwerk der Fantasie, ein Abklingen und Aufschwellen bestangesiedelter Dynamik, wie einem lodernden Nachtfeuer folgend. Alles sehr überzeugend ! Das seitliche Abdunkeln der grafischen Elemente lässt die gesamte Szenerie im Zentrum erblühen. Es ist äußerst freudvoll, diesem Bild begegnet zu sein.
Gruß aus Berlin von Dieter Raedel.
Einige Worte zum „Sternenhimmel“ :
Es will die glückliche Fügung, gleich zwei Arbeiten erblicken zu können, die als künstlerisch gelungen bezeichnet werden können. Obwohl beim Sternenhimmel die dekorative Wirkung im Vordergrund sich abzeichnet, ist das Bild in seinem Gesamtgefüge von Form und Farbe beeindruckend. Der Titel ist nicht unbedingt wegweisend, sich in das Bild einleben zu wollen. Allein die geometrische Auslotung der Kugeln und der Dreiecksanordnung sprechen an und prägen sich nachhaltend wirkungsvoll ein. Es wirkt wie ein Gleichnis von Zeit und Raum. Da die obere Kugel nicht perspektivisch angeordnet wurde, entsteht ein demonstratives Gesamtgebilde, das sich vom Hintergrund abhebt und nach vorn drängt.Während die unteren Kugeln Halt besitzen, scheint die obere Kugel sich schwebend den Geschwistern zu nähern. Insofern ist innerhalb der Komposition kein Stillstand zu verzeichnen. Die Darstellung hat Nestcharakter und könnte unter Umständen als Wiege des Lebens bezeichnet werden. Die Interpretationsvielfalt zeugt bereits von der fantasievollen Gestaltung. Sehr interessant ist das Spiel mit dem Licht, das dem Bild auch Tiefe garantiert und somit platische Funktionen besitzt. Wie bereits bei „Am Fenster“, ergänzen sich die Farben zu einer passablen Harmonie und schmeicheln sich in das Empfinden des Betrachters. Zugleich kann man unübersehbar die Freude am Gestalten zur Kenntnis nehmen, optische Reize, die belebend wirken und gleichsam Optimismus verkünden. Die eingebrachten Strukturen sind ein Kleinod großartiger Leistung. Wie schon bei „Am Fenster“ wird deutlich, welches Potential des eigentlichen Talentes vorhanden ist, das sich in beiden Bildern überzeugend manifestierte. Es verwundert nicht, wenn der Betrachter Appetit bekam, mehr dieser Werke sehen zu wollen. Das ist Kunst die begeistert.
Gruß Prenzl.
Lieber Dieter,
danke für die wunderbaren Kommentare. Auch die Zeilen, die nicht unbedingt positive Kommentare sind, gehören dazu. Sie helfen mir, meine Position zu überdenken, was immer wichtig ist. Du bist auf meinen Seiten immer willkommen.
LG Ute
Liebe Ute !
Die positiven Erwägungen kamen vom Herzen und sind ehrlich niedergeschrieben worden. Die negativen Akzente hätte ich mal lieber in andere Worte gleiten lassen. Tschuldige bitte, mir ging es gesundheitlich nicht gut.
LG Dieter.
Lieber Dieter,
es gibt nichts zu entschuldigen. Ein Körnchen Wahrheit ist in negativen Zeilen immer drin. Die Worte hättest Du zu einer anderen Zeit vielleicht etwas anders gewählt, aber sie sind immer noch auch ehrlich. Ich kann damit umgehen.
lg ute