20.09.2008

Der Vormittag

Der Maltag beginnt wie üblich mit einer Teerunde. Heute sind wir nur drei Teilnehmerinnen. Alle erzählen ein bisschen, kommen zur Ruhe und schauen auf das von Evelin vorbereitete Anschauungsmaterial. Dort liegen Bücher mit aufgeschlagenen Seiten. Ich sehe expressionistische Körper in explosiven Farben. An den Wänden hängen teils unfertige Bilder – es scheinen Bildideen zu sein. Auf der Erde liegen merkwürdige Bildformate. Mir scheint auf den Dreien eine Geschichte erzählt zu sein. Auch stehen Leinwände mit Formaten sehr schmal aber hoch in Sichtweite. Was das wohl werden soll?

Evelin erklärt uns, dass sie gestern bis Mitternacht geübt hat, was sie sich so als Thema für heute für uns ausgedacht hat. Sie selbst ist so dabei gewesen, dass sie sich regelrecht zwingen musste aufzuhören. Körperbilder soll die Anregung für uns sein. Und zwar in dem Sinne: Wo stehe ich jetzt? Was ist mein Weg? Wo will ich hin?

Die Körper sollen gar nicht den Anspruch haben, real zu sein. Wenn sie es sind: So sei es! Aber wir sind nicht aufgefordert, einen Körper in Realgrößen und Formen zu malen. Selbst, wenn am Ende gar kein Körper auf dem Bild mehr sichtbar ist – ist es gut. Das schmale Papierformat soll uns zusätzlich begrenzen. Sie hat schon einige Papiere im Format 50 x 20 (?) zugeschnitten. Nee, ich möchte 100 x 50. Die anderen auch. Also schneidet Evelin die Papiere zu. Im Laufe des Vormittags kommt sie richtig in Stress, um unseren Papierbedarf zu decken. Schmunzel.

Richtig Lust habe ich auf heute auf Experimente und spontanes Tun.

Ich fange an. Grün, orange, gelb und weiß brauche ich – später noch blau, karmin, indigo – ja, eben fast die ganze Farbpalette. Die Farben werden gesetzt – teils sehr flüssig, teils lasse ich Wasser drüber laufen. Es geht sehr schnell, also das Bild raus zum Trocknen in den Garten stellen. Nächstes Blatt – jetzt hauptsächlich zitronengelb und ultramarin mit viel Wasser. Schon wieder der erste Arbeitschritt fertig! Evelin, mein 2. Blatt muss trocknen. Also noch ein drittes Blatt aufspannen, in die Farbe greifen und Spuren aufs Blatt ziehen, mit dem Pinselstil einige Strukturen ziehen, beiseite stellen, Tee trinken und sich die drei begonnenen Bilder anschauen. Ich sehe etwas. Beim 2. Bild mag ich nicht mehr viel verändern. Spontan kommt mir die Idee einen Spruch auf das Blatt zu schreiben. Evelin findet für mich Minibücher mit schlauen Sprüchen. Ganz schnell habe ich den richtigen gefunden. Es ist ja das Bild: Was ist mein Weg? Das Mittlere!

Bildtitel: Bäume

Im Ersten Bild sehe ich einen wunderbaren Wald. Er wird verdeutlicht. Unten sind zwei Figuren, die durch Umrandung mit Ölpastellen kenntlicher gemacht werden und später durch Acrylfarbe in das Bild eingebunden werden. Zwei runde Scheiben erkenne ich. Eine drängt sich sehr vor. Sie wird erst einmal weiß gefärbt. Oben ist nicht viel zu tun. Mit Ölpastellstiften ein paar Linien ziehen und was ist das? Sieht ein bisschen wie eine Torte aus. Irgendwie finde ich das Bild humorig und das bleibt dann auch den ganzen restlichen Tag so. Immer, wenn ich es ansehe muss ich schmunzeln. Nach dem Trocknen des weißen Kreises wird er gefärbt und eingebunden oder auch nicht richtig – ich kann mich nicht richtig entscheiden und das sieht man auch auf dem Endergebnis.

Bildtitel: Ober- und Unterwelt

Es ist kurz vor Mittag und ich bekomme von Evelin die zusätzliche Aufgabe ein „hässliches Bild“ zu malen. Natürlich revidiert sie das. Was ist denn ein hässliches Bild? Sie meint selbstverständlich ein Bild, auf dem ich keine Hemmungen habe, einige wenige Stellen stehen zu lassen und den Rest weiß zu übermalen, um dann noch einmal neu zu beginnen mit den schönen Stellen und der unschuldigen Fläche. Sie schneidet mir schnell ein Papier, aber ich lasse es erst einmal ruhen. Beginne ein Restblatt (100 x 20) zu bemalen. Kugeln müssen es sein und Strichmännchen. Macht viel Spaß. Es ist Mittag.

Mittagspause

Ich fühle mich wohl und entspannt. Suche mir ein paar Bücher aus Evelins Schrank, setze mich mit meinem Brot, dem Apfel aus dem eigenen Garten und den Büchern auf die Terrasse. Die Sonne scheint so wunderbar. Ich genieße das und meine Pause ist diesmal tatsächlich eine Stunde lang.

Mit Zustimmung der anderen Teilnehmerinnen lege ich zum Ende meiner Mittagspause die von mir mitgebrachte CD von Patricia Kaas (le mot de passe) auf. Wunderschön! Es ist etwas lauter an, weil Vera auf der Terrasse auch etwas hören möchte. – Später erzählt Evelin, dass sie ihren Sohn in der Mittagspause in Verdacht hatte, so laute Musik zu hören. Upps, entschuldige!

Schnell male ich den Beginn des „hässlichen Bildes“. In die Farbe gehe ich mit dem Spachtel, stelle es an die Seite und beachte es gar nicht, wirklich gar nicht.

Das Strichmännchenbild will noch etwas Form haben. Ich mag es.

Bildtitel: Das Strichmännchenbild

Das dritte Bild – Wo will ich hin? – ist dran. Alles, was ich so sehe verdeutliche ich. Baue eine Art Treppe ein und beginne einen Höhleneingang zu skizzieren.

Evelin kommt von der Mittagspause. Ihr Blick fällt auf das Hässliche. Ja, sagt sie, es erinnert mich an Dein Bild „violett“. Ich sehe sofort den Mann aus dem Bild violett. Er geht nur diesmal den Berg hinauf und hat einen Seesack auf dem Rücken. Oh, je! Wenn jemand so viel Fantasie hat, dann sieht er bei so einem gespachtelten Bild sofort irgendetwas. Ja, ich finde ganz, ganz viel. Sie meint, dass sie durchaus versteht, wenn ich jetzt wie gehabt weitermale bzw. mit der Zeichenfeder arbeite. Aber sie wird nicht aufgeben und versuchen, mir neue Perspektiven zu vermitteln. Ich will nicht mehr viel sehen, nehme den Ölpastellstift, umzeichne einige Felder – bitte nicht nur Quadrate und Rechtecke, besser sind freie Formen -, nehme weiß und vernichte den Mann mit dem Seesack. Ganz schnell, sonst hätte ich es nicht geschafft. Das Bild muss jetzt erst einmal trocknen.

Zurück zu Nummer 3. Die Schlange bekommt ein Auge. Ein Muster soll die Schlangenhaut zieren. Das ist eine mental ganz beruhigende Arbeit. Evelin sieht das Blatt, ich den Berg mit der Treppe, aber jetzt, wo sie es sagt, sehe ich das Blatt auch und es gefällt mir. Mein Höhleneingang wird zum Apfel. Ein paar kleine Details noch, Farbe verstärken, betrachten und ja, ist gut so.

Bildtitel: Der Garten Eden

Das Hässliche bekommt Farbe und Strukturen. Die Strukturen sind Worte – Fragen. Die Farbflächen noch etwas verbinden und nun aufräumen, die Malzeit ist um.

Zu Hause erhält das Bild noch einige Strukturen mit einem weißen Ölpastellstift. Natürlich finde ich wieder Figuren.

Bildtitel: Fragen über Fragen

Es tat gut, einmal nur abzuschalten, den Stress der vergangenen Woche hinter sich zu lassen.

Es grüßt Euch – Usto

Maltag bei Evelin – Malen nach einer Traumreise

19.04.2008 – Der Nachmittag

Der Nachmittag steht im Zeichen des Malens nach einer Traumreise

Gegen 15.00 Uhr sind alle Teilnehmerinnen und Evelin wieder im Malraum. Evelin ist es sehr wichtig alle darüber zu unterrichten, dass hier niemand etwas muss oder soll, aber fast alles kann, wenn er möchte. Jeder von uns kann sich entscheiden, ob er sich auf eine Traumreise begeben möchte oder ob er an den schon vorhandenen Bildern weiter arbeitet oder ohne Traumreise ein neues Bild beginnt. Auch wer mit in ihren gemütlichen Entspannungsraum (alles in Orange gehalten – einfach wunderbar warm und gemütlich) im Kellerraum kommt, kann immer einfach aufstehen und zurück in den Malraum gehen, eben die Entspannungsübung oder die Traumreise abbrechen. Wer die Traumreise beginnt, muss sich zu nichts verpflichtet fühlen. Seine Gedanken können einfach spazieren gehen und gesprochenes ausblenden oder die Teilnehmerin kann ein kleines Nickerchen halten – jeder wie er möchte eben. Nehmt Euch alle Freiheit!

Alle Teilnehmerinnen gehen mit. Wir machen es uns auf Unterlagen mit Kissen gemütlich, legen die Beine auf den Sitzsack und decken uns zu. Nachdem alle eine sehr bequeme Liegestellung gefunden haben, beginnt Evelin mit der Entspannung: Die Arme liegen ganz entspannt ……. usw., das kennt ja fast jeder, oder?

Dieses Mal kann ich mich sehr gut entspannen. Schöne Bilder habe ich bereits gemalt, kein innerer (Arbeits-)Drang stört mich mehr. Die Traumreise beginnt und auch hierauf lasse ich mich heute gerne ein. Ich sehe in meinem persönlichen Raum Farben und Formen. Da möchte Evelin, dass wir unseren Raum wieder schließen. Ein bisschen sträube ich mich noch, gehe aber dann doch hinaus. Langsam finden wir alle wieder in die Wirklichkeit zurück, gehen nach oben an unseren Malplatz und beginnen mit unseren neuen Bildern oder manche arbeiten auch auf ihren angefangenen Arbeiten weiter.

Mein Bild ist eine liegende rote Blume, ein Blütenblatt am oberen Blattrand und eines über den Stängel des Blumenstils gelegt. Der Hintergrund aquarellig gestaltet. Ich bin mit dem Ergebnis, der Raumaufteilung, irgendwie nicht so glücklich. Evelin merkt das und fragt: Was würdest Du als erstes ändern? Es hilft mir weiter. Die beiden losen Blütenblätter werden mit weißer Farbe übermalt und das Bild zum Trocknen beiseite gestellt.

Ich nehme vom letzten Maltag ein altes Bild (50 x 70 cm) und beginne dort, mir vier Rechtecke mit dem Ölpastellstift ab zu teilen, habe dann aber die Idee, wieder mit der schwarzen Tusche zu arbeiten. Auf Evelins Rat hin setze ich auch größere schwarze Flächen. Plötzlich setze ich neue Formen (eine Art Sonne) – sie stört mich genauso wie die Rechtecke – ich breche ab. Ich überlege, entweder schneide ich Teile (Postkarten heraus) oder trenne etwas vom linken Bildrand ab oder übermale störende Flächen mit weiß. Heute nicht mehr. Irgendwann weiß ich, was ich will und werde es umsetzen. Im Moment finde ich es doch wieder gar nicht so schlecht – es schwankt eben mit meiner Meinung – lach.

Und nun noch einmal zurück an das Traumbild. Ich ergänze die eine Blüte um eine weitere und setze noch drei weiße Blüten mit Stängeln und Blättern dazu. Oh, 18.00 Uhr, es ist Zeit auf zu räumen. Schön war es wieder. Dieses letzte Bild werde ich zu Hause vollenden, einige Schatten setzen, aber sonst nicht mehr all zu viel hinzu setzen.

im Traum gesehen

Tschüss, ihr Lieben, bis zum nächsten Mal, im September zum nächsten Ausdrucksmalen.

Es grüßt Euch – Ute

Malen nach Musik

Mai 8, 2008

Maltag bei Evelin – Acrylmalen – Thema: Malen nach Musik

19.04.2008 – Der Vormittag und die Mittagspause

Und wieder einmal ist Maltag. Um 10.00 Uhr beginnt der Kurstag. Wir, 5 Frauen, und Evelin stimmen uns mit einer Tasse Tee auf den Tag ein, entspannen etwas und kommen an. Evelin erzählt uns, dass sie drei Musikstücke für heute ausgesucht hat. Den Tag vorher wusste sie vor lauter Musik hören fast nicht mehr, welche Stücke sie denn nun nehmen soll. Wir sind gespannt. Bevor es los geht, haben wir alle die Qual der Wahl. Welche Papiergröße soll es heute sein? Acht mal A 3, zwei mal A 2, 70 x 100 cm oder das 70 x 100 cm Papier in drei Teile geteilt. Puuuh! Ich frage nach, welche Musikstücke wir denn hören werden, weil ich gerne danach das Papier aussuchen würde. Sie verrät es nicht. Mmmmmh! Da sitze ich nun und muss mich genau wie alle anderen blind entscheiden. Also gehe ich auf „Nummer Sicher“, das große 70 x 100 cm Blatt soll es sein. Auch die anderen Teilnehmerinnen, scheint mir, haben sich für die für sie üblichen Formate entschieden. Evelin schlägt vor, mit einem etwas kleineren Pinsel (24-iger) zu beginnen, damit das Papier nicht zu schnell voll gemalt ist. Da ich so gar nicht weiß, wo es in diesem Fall so bei mir längs gehen wird, nehme ich gerne den kleineren Pinsel. Zu dem Malprozess erzählt uns Evelin, dass sie die Musikstücke mit kleineren Pausen spielen wird. Gerne wird sie die Stücke auch ein zweites Mal hintereinander spielen. In den Musik freien Pausen können die Bilder noch etwas weiter entwickelt werden, müssen aber nicht. Sie schlägt vor, schon einmal alle Regenbogenfarben + Schwarz + Weiß in kleiner Menge bereit zu halten. Und nun geht es los.

Vivaldi – Frühling

Die Musik beginnt. Mir gefällt das klassische Stück. Und trotzdem habe ich das Gefühl, ich weiß gar nicht, was ich da tue. Teilweise kreist der Pinsel über das Papier und dann wieder springt er lustig und lebendig nach oben oder nach unten. Schnelle Farbwechsel sind kaum drin, denn die Musik nimmt gefangen und wieder muss der Pinsel schnell springen. Schon zu Ende! Für mich zu früh! Kurz setzen sich alle, betrachten ihre Bilder. Evelin sieht, dass meins noch gar nicht so weit ist, andere scheinen schon fertig. Sie macht mit dem Einverständnis aller die Musik ein zweites Mal an und alle malen noch etwas an ihrem Bild.

Ich bin nicht besonders zufrieden mit dem, was ich da so sehe. Teile gefallen mir schon, andere scheinen meinen Blick zu behindern. Einige großflächigen farbigen Teile passen mir so gar nicht. Wir haben vor dem nächsten Stück noch etwas Zeit, so dass ich sogleich die großen Flächen mir genehm mache, dass heißt sie werden türkisfarbig. Ist so schon besser, aber noch lange nicht gut.

Das Bild ruht jetzt etwas, weil wir das nächste Musikstück beginnen wollen.

Nun suche ich mir das dreigeteilte Papier aus. Es wird nebeneinander auf die Malplatte geklebt, so dass man über die Klebestreifen hinweg auf allen dreien gleichzeitig malen kann.

Griechische Musik (Sirtaki Kofto)

Ich erkenne den Sirtaki sofort. Erinnere mich an meine Schulzeit. Dort haben wir die Tanzschritte gelernt und den Tanz getanzt. Mein Pinsel, in zarte verdünnte Farben getaucht, tanzt lauter Achten und E’s auf dem Papier – in Reihen. Am Ende der zwei Musikstücke angelangt, sehen meine Papiere aus, als ob ein Erstklässler lauter E oder L Buchstaben geübt hat. Es war schon eine schöne Erinnerung, die ich da eben so gelebt habe. Wieder eine Pause, Bilder betrachten. Möchte noch jemand an seinem Bild malen? Ich nicht, kommt irgendwie bei mir zu dieser Musik nichts „Richtiges“ zustande. Auch nichts auf dem man aufbauen und weitere Ideen erarbeiten könnte.

Das Bild beiseite stellen und für das nächste Musikstück neues Papier aufkleben. Ich nehme wieder das dreigeteilte Papier.

Chopin – Prelude Des-Dur Op. 28 Nr. 15 „Regentropfen“

Eine Klaviermelodie ertönt. Ganz schnell nehmen mich die Töne gefangen. Ich bin irgendwie gleich in der Musik angekommen und kann ganz unbedarft mit dem Pinsel spielen. Die Melodie tropft wunderschön. An sich bin ich kein Fan von Klaviermusik – ehrlich gesagt, gehen mir Klavierstücke häufig ganz schnell auf die Nerven und deshalb würde ich niemals in ein Klavierkonzert gehen. Aber dieses Stück ist wunderschön und viel zu schnell zu Ende. Kurze Pause, auf die Bilder schauen und jeder überlegt für sich, ob er an sein Bild noch einmal herangehen möchte. Ja, ich möchte unbedingt das Klavierstück noch einmal hören.

In aller Ruhe höre ich dem Stück zu und verstärke hier und dort Farbe und Tropfen, umrande ein paar Formen mit einem roten Ölpastellstift.

Ich bin zufrieden und möchte diese Bilderserie nun unverändert lassen, um das erste Ursprüngliche hierin zu spüren.

Regentropfen

Wir haben noch ungefähr eine halbe Stunde Zeit bis zur Mittagspause. Evelin ermutigt uns, nun mit unseren Bildern so um zu gehen wie sonst auch. Eben das aus unserer Sicht Beste oder für uns Interessanteste aus ihnen heraus zu holen. Sie fragt uns, wie wir uns mit unseren Arbeitsergebnissen bzw. dieser besonderen Herangehensweise an ein mögliches Bild bisher fühlen, was dann auch sehr unterschiedlich ist. Ich werde von einer Teilnehmerin gefragt, ob ich beim Malen oft Musik höre. Ganz ehrlich, sobald ich zu Hause bin, ist das Erste (oft noch in der Jacke) Radio an, also ganz klar: ja, beim Malen spielt fast immer das Radio oder eine CD. Aber trotzdem habe ich noch nie bewusst ein Bild nach der gerade spielenden Musik begonnen. Es war für mich heute eine Premiere. Ausschließen will ich jedoch nicht, dass mich unbewusst die spielende Musik beim Malen meiner Bilder beeinflusst.

Evelin betrachtet mit jeder Teilnehmerin einzeln deren Bilder, gibt Anregungen, stellt Fragen, die möglicherweise weiter helfen und geht auf die Wünsche der Einzelnen ein.

Vivaldi – Frühling

Innerlich kämpfe ich mit meinem Vivaldi Frühlingsbild. Das springende lebendige hat eine harte gebogene Grenze, die die Schleifenspirale abtrennt und für sich stehen lässt. Noch kann ich die Grenze nicht ganz aufgeben. Ich verändere die Farbe von Violett in Blau. Es ist nicht besser, stört immer noch. Ich weiß es. Evelin hilft mir über den Berg und ich nehme das Feste weg indem ich es weiß überstreiche. Und wieder geht es ab zum Trocknen.

Mittagspause (Das Sirtaki Bild und Vivaldis Frühling)

Alle gehen in die Pause. Ich esse und sehe mich um, genieße die Atmosphäre wie immer. Rund eine Stunde bin ich für mich.

Das Sirtaki – Bild verlangt nach mir. Ich habe die Idee, es mit Chopins Regentropfen zu übermalen. Mindestens acht Mal höre ich die Melodie und male immer wieder auf dem Griechischen Bild, weiß, blau, indigo und karmin. Zuletzt gehe ich noch mit dem schwarzen Ölpastellstift hinein. Es ist ein echter Hingucker geworden. Ich setze sofort meine Signatur drunter – bloß nichts mehr ändern. Sirtaki ist Vergangenheit geworden – die Regentropfen haben sich durchgesetzt.

Regentropfen 2

Der Frühling von Vivaldi will auch noch etwas von mir. Ich suche die richtige CD und lasse die Melodie erklingen. Es klappt. Irgendwie beginne ich sie zu verstehen. Die ehemalige harte, trennende und dann weiß abgedeckte Rundung übermale ich mit Gelb. Auch das klare Orange muss noch auf das Papier. Die Spirale ist links zu lang, sie wird erst einmal weiß. Wiese nur sie? Ich male erst einmal ein weißes Quadrat. Es trocknet. Ich färbe das Quadrat vorsichtig ein. Wieder höre ich den Frühling springen und ganz von alleine springt auch der Pinsel. Fast fertig! Jetzt brauche ich entspannende Musik, ruhige Musik. Ich lege die CD von Loreena Mckennitt auf und male noch einige Stellen in meinem Bild in aller Ruhe fertig, Kleinigkeiten eben und dann auch noch zur Ausdrucksteigerung mit dem schwarzen Ölpastellstift den Schwung des Frühlings nach. Signatur drunter und bloß nichts mehr malen, es könnte alles verderben.

Frühling / Vivaldi

Es grüßt Euch – Ute

Rosen

März 2, 2008

Die Rose ist auch für mich die Königin der Blumen. Ihre Formen und Farbenvielfalt begeistert mich sehr. Meine Lieblingsfarben sind hier gelb, gelborange und rotorange.

Hinweis: Weiter unten in diesem Beitrag findet Ihr Rosenfotos, Aquarelle und Acrylbilder
Mein Rosenbild „Der Tag des Gartens“

Einmal im Juni hatte ich einen Maltag. Einen ganzen Tag malen – die Vorfreude war riesig. Acrylmalen mit Strukturmitteln wurde angeboten. Motive waren nicht vorgegeben.

Die Idee zu meinem Motiv an diesem Maltag kam so:

Morgens las ich die Zeitung, insbesondere einen Artikel über den „Tag des Gartens“ in Schleswig-Holstein. An diesem Tag können Menschen fremde Gärten besuchen. Das war der erste Anreiz. Als ich dann das Haus verließ, kam ich an meiner gelben Kletterrose, die üppig blühte, vorbei und so war die zweite Verbindung zu meiner Bildidee geknüpft.

Hier nun das fertige Bild:

Der Tag des Gartens

und meine Rosenfotos:

gelbe Kletterrose 1

gelbe Kletterrose 2

gelbe Kletterrose 3

gelbe Kletterrose 4

gelbe Kletterrose 5

rote Rose 1

rote Rose 2

rote Rose 3

gelbe Kletterrose 6

gelbe Rose 1

gelbe Rose 2

Kletterrose 1

Kletterrose 2

rosa Rosen 1

rosa Rosen 2

rosa Rosen 3

rosa Rosen 4

gelbe Kletterrose 7

gelbe Kletterrose 8

rosa Rosen 5

gelbe Rose 3

orange Rose

rosa Rosen 6

dunkelrote Rose 1

dunkelrote Rose 2

rosa Rosen 7

Rose 1

Und noch einige gemalte Rosenbilder:

Rosenrot

für Birgit

Rosenblüten

Heckenrosen

Rose grafisch

Rose gelbgold

Rose rotgold

Rose gelborange

Rosenstrauß

gelbe Rosen

die Rose und der Schmetterling

Rose